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07.02.2014 | Iran: Verurteilter wird nicht zum zweiten Mal gehängt

Der Häftling, der im Oktober seine Hinrichtung überlebte, wurde nun zu lebenslanger Haft verurteilt, dies gaben vorgestern staatliche Medien bekannt.

Der 37-jährige Alireza M., Vater von zwei Töchtern, wurde im letzten Oktober im Gefängnis von Bodschnurd wegen Drogenkriminalität gehängt, doch als seine Angehörigen am folgenden Tag seinen Leichnam zur Beerdigung abholen wollten, lebte der Mann noch.

Zunächst wurde allseits erwartet, dass der Mann begnadigt würde, nachdem er seine Bestrafung überlebt hatte. Die Mullahs jedoch beharrten darauf, ein Todesurteil bedeute, jemandem wird das Leben genommen. Nachdem der Häftling noch lebte, müsse er also erneut exekutiert werden.

Sadegh Laridschani, Chef der Justiz des Iran, hatte erklärt, dem Gesetz nach müsse Alireza eigentlich nochmals gehängt werden. Jedoch sei es angesichts der emotionalen Umstände besser, das Urteil in lebenslänglich umzuwandeln.

Quelle: NCR-Iran

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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