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03.03.2014 | Iran: Zahlreiche Urteilsvollstreckungen

Im Iran, dem Land, das bezogen auf die Einwohnerzahl weltweit die meisten Exekutionen durchführt, fanden in den letzten Tagen erneut mehrere Hinrichtungen statt.

In Bandar Abbas, der Provinzhauptstadt von Hormozgan, wurden am Morgen des 2. März vier Häftlinge gehängt, dies berichtete eine staatliche Nachrichtenagentur.

Laut der Webseite der Justiz in Hormozgan waren die vier für bewaffneten Drogenhandel mit 966 Kilo Opium verurteilt.

Die Initialen der vom Revolutionsgericht von Roudan zum Tode Verurteilten wurden wiedergegeben mit „M.R.“, „H.A.“, „A.P.“ und „Y.A“.

Bereits am 27. Februar wurde ein Häftling im Gefängnis von Salmas gehängt. Wir staatliche iranische Medien meldeten, war der namentlich nicht identifizierte Mann für den Handel mit fünf Kilo Opium und 600 Gramm Heroin verurteilt.

In der Tageszeitung Khorasan ist über die Hinrichtung von drei Gefangenen in den letzten Tagen zu berichtet worden.

Einer von ihnen sei ein 35-Jähriger gewesen, der 2008 einen 50-Jährigen getötet habe. Man verurteilte ihn zu „Qesas“ - Wiedervergeltung, seine Hinrichtung fand am 25. Februar im Zentralgefängnis von Maschhad statt.

Zwei weitere Männer seien am 19. Februar im gleichen Gefängnis exekutiert worden. Der mit „A.“ bezeichnete Mann habe 2007 einen Menschen ermordet.

Der andere, über dessen Identität nichts bekannt wurde, sei ein 28-Jähriger gewesen, der im Dorf Khalilabad während einer Hochzeitsfeier einen Mann im Streit ums Leben gebracht habe.

Am 26. Februar starben in Karadsch sieben Häftlinge am Strang, drei wurden öffentlich gehängt, vier im Radschai-Schahr Gefängnis.

Quellen: Iran Human Rights, Initiative gegen die Todesstrafe

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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