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17.09.2014 | North Carolina: Urteil eines Todestraktinsassen wird angezweifelt

Joseph Sledge, der seit 38 Jahren eingesperrt ist, versucht vor Gericht und vor der Untersuchungskommission in North Carolina seine Unschuld zu beweisen.

Er wurde für den Mord an einer Frau und deren Tochter verurteilt. Sledge hat jedoch schlagkräftige Beweise dafür, dass er nicht der Mörder ist. Die DNA von 9 Haaren wurde auf den Opfern gefunden, die jedoch weder zu Joseph Sledge selbst gehörten, noch zu den Opfern oder irgendjemandem aus der Familie. Ein Handabdruck auf einem PVC-Boden neben dem Kopf eines Opfers konnte ebenfalls nicht Joseph Sledge zugeordnet werden. Weiter fand ein Gerichtsmediziner Hinweise darauf, dass die Frauen sexuell angegriffen worden waren.

Das Gesetz besagt: Die Strafverfolgungsbehörden müssen erhaltene DNA-Beweise konservieren, um diese vor Zersetzung oder Verschmutzung zu schützen. Dieses Gesetz existiert in North Carolina seit 2001.

Seitdem hat der Gesetzgeber das Gesetz geändert, um anzugeben, wie lange diese Beweissicherung andauert: bis zum Tod in Fällen der Todesstrafe oder einer lebenslänglichen Haft ohne Bewährung. Weiter erfordere es eine Ausbildung der Polizei, um Beweismittel richtig sicherzustellen.

Es wurden Sanktionen im Gesetz verankert, die besagen, dass, wer Beweise verändert, zerstört oder verbirgt, sich eines Verbrechens schuldig macht.

Quelle: http://www.newsobserver.com/2014/09/13/4144911/in-columbus-county-another-death.html

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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