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14.01.2014 | Oklahoma: Michael Wilson hingerichtet

Am 9. Januar wurde in Oklahoma Michael Lee Wilson per Giftinjektion hingerichtet. Der 38-jährige Schwarze war einer von vier Komplizen, die im Februar 1995 während eines Überfalls den Supermarktleiter Richard Yost mit einem Baseballschläger erschlagen hatten.

Wilson, der damals in dem Laden angestellt war, hatte den Raubüberfall organisiert. Offenbar hatte Yost ihn im Verdacht gehabt, einen Raub zu planen, denn er hatte die Polizei eine Woche vor dem Verbrechen um verstärkte Überwachung durch Patrouillen gebeten.

Wie das Überwachungsvideo zeigte, trieb Wilson sich mit den anderen Tätern während der Nachtstunden fast eine Stunde im Laden herum, bis andere Kunden gegangen waren, dann schlugen sie in 131 Sekunden 54-mal mit dem Schläger auf den 30 Jahre alten Yost ein.

Danach gab er sich als Yost aus, auch als eine Sicherheitsfirma einen Alarm überprüfen wollte, und stellte sich in dessen Uniform an die Kasse, während Yost nebenan in einer Lache aus Blut, Bier und Milch im Tiefkühlraum lag.

Nachdem Wilson nicht zur Arbeit erschien, fahndete die Polizei nach ihm. Sie erwischte die vier Männer 14 Stunden nach der Tat in einem Auto.

Der Begnadigungsausschuss von Oklahoma hatte vergangenen Monat Wilsons Begnadigungsgesuch mit vier zu eins Stimmen abgelehnt.

Wilson wurde um 18:06 Uhr Ortszeit im Gefängnis McAlester für tot erklärt.

Zwei der Täter - Darwin Brown und Billy Don Alverson - wurden bereits im Januar 2009 beziehungsweise im Januar 2011 exekutiert. Richard Harjo, der vierte Beschuldigte, war zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährig, er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe.

Quellen: Global Post, Reuters, Associated Press

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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