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23.05.2014 | Tennessee: Gouverneur genehmigt Exekution per elektrischem Stuhl

Am 22. Mai 2014 unterzeichnete Gouverneur Bill Haslam aus Tennessee ein Gesetz, wonach der Bundesstaat Hinrichtungen mit dem elektrischen Stuhl vollstrecken darf, sofern für die Giftspritze nicht die notwendigen Medikamente zur Verfügung stehen.

Die Hersteller der Chemikalien in Europa verweigern den Einsatz ihrer Präparate zu Hinrichtungszwecken. Das hat zur Folge, dass immer mehr US-Bundesstaaten nicht erprobte Giftmischungen von nicht zertifizierten Herstellern verwenden.

Viele Behörden halten ihre Quellen und Beschaffungswege für die benötigten Mittel unter Verschluss. 

Weltweite Kritik an der Hinrichtung mit der Giftspritze hatte die missglückte Hinrichtung eines Verurteilten in Oklahoma ausgelöst.

Ein Regierungssprecher führte als Begründung, den elektrischen Stuhl als neue Option wieder einzuführen, Probleme mit der Giftinjektion an. 

Da es in der Vergangenheit bereits zu mehreren grauenhaften Zwischenfällen mit der elektrischen Hinrichtungsmethode kam, bleibt abzuwarten, ob sich die Gerichte hier nicht entgegenstellen. 

Bei Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl haben einige Häftlinge heftig geblutet, bei anderen führte es zu verkohlter Haut und selbst von brennenden Köpfen wurde berichtet. Bei einigen Verurteilten waren mehrere Stromstöße erforderlich, bis der Tod eintrat.

Seit 1976 wurden 158 Menschen auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet, zuletzt Robert Gleason im Januar 2013 in Virginia.

Der letzte Einsatz des elektrischen Stuhl in Tennessee war 2007, als Daryl Holton die Hinrichtung durch Strom der tödlichen Injektion vorzog.

Quelle: Daily News

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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