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30.05.2014 | Texas: Keine Preisgabe der Herkunft erforderlich

Die Justizbehörde von Texas muss keine Angaben darüber machen, woher sie ihre tödlichen Medikamente bezieht, dies verkündete Justizminister Greg Abbott vergangenen Donnerstag.

Abbott, Kandidat der Republikaner für das Gouverneursamt in Texas, hat in der Vergangenheit drei ähnliche Versuche des Texas Department of Criminal Justice zurückgewiesen. Seine Entscheidung kann noch gerichtlich angefochten werden.

Sollte dagegen Berufung eingelegt werden, wird die Angelegenheit zur Entscheidung dem Obersten Gerichtshof vorgelegt.

Die Identität einer „compounding pharmacy“, die Medikamente bereitstelle, müsse demnach geheim gehalten werden, um das pharmazeutische Unternehmen vor Drohungen oder Gewalt zu schützen.

Rechtsanwälte der Todeskandidaten halten dagegen, sie benötigen Details der Präparate, um ihre Klienten vor grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung schützen zu können.

Im Gegensatz zu einigen anderen Bundesstaaten müssen Gefängnisbeamte in Texas nicht offenlegen, woher sie ihre tödliche Drogen beziehen.

Juristische Auseinandersetzungen in der Frage finden auch in anderen Todesstrafestaaten statt, darunter Oklahoma und Missouri.

Quelle: Associated Press

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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