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21.09.2014 | Texas: Lisa Coleman hingerichtet

In Huntsville im US-Bundesstaat Texas wurde am Mittwochabend die 38-jährige Lisa Coleman mit einer tödlichen Injektion, einer Überdosis Pentobarbital, hingerichtet.

Coleman lebte mit Marcella Williams und deren 9-jährigem Sohn zusammen, der 2004 tot aufgefunden wurde und offenbar misshandelt worden und verhungert war. Williams verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe, im Ausgleich für ein Schuldbekenntnis, während Coleman das Todesurteil erhielt. Ihr Berufungsanwalt erklärte in seinem Antrag an den Gnadenausschuss, wessen Lisa Coleman tatsächlich schuldig sei, wäre eine schwarze Lesbe zu sein. Das Todesurteil im Fall Coleman ist unter Experten umstritten, weil neben der Tat an sich aufgrund von Fesselspuren der Vorwurf von Kidnapping erhoben wurde. Erst diese Verbindung von Entführung und Mord macht die Tat zum Kapitalverbrechen, auf das die Todesstrafe steht. Die Frage sei jedoch, ob man von Entführung sprechen könne, wenn das Kind im eigenen Haushalt gelebt habe. Es war die sechste Hinrichtung einer Frau in Texas und die fünfzehnte in den USA seit Wiederaufnahme der Hinrichtungen im Jahr 1976.

Quelle: http://www.washingtonpost.com/news/post-nation/wp/2014/09/17/texas-prepares-for-a-rare-occurrence-an-execution-of-a-woman/

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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