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10.10.2014 | Texas: Todeskandidat Manuel Velez auf freiem Fuß

Ein ursprünglich zum Tod verurteilter Häftling wurde am Mittwoch in die Freiheit entlassen.

Manuel Velez war 2008 für die Ermordung des einjährigen Sohnes seiner Freundin im Jahr 2005 für schuldig befunden und zum Tod verurteilt worden. Jetzt stimmte der 49-Jährige einem Deal mit der Staatsanwaltschaft zu, dass die bisher verbüßte Haftstrafe von neun Jahren, vier Jahre davon im Todestrakt, anerkannt wird für das Vergehen der fahrlässigen Tötung. Velez' Anwälte sind fest davon überzeugt, dass ihr Mandant komplett unschuldig ist. Die Autopsie des Kindes habe ergeben, dass die Verletzungen zu einer Zeit erfolgten, in der Velez nachweislich 1000 Meilen vom Tatort entfernt war. Ihr Mandant habe ein Geständnis unterschrieben, das er aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und eines niedrigen IQ gar nicht habe verstehen können. Velez' Muttersprache ist Spanisch und er hatte nur rudimentäre Englischkenntnisse, konnte außerdem kaum lesen und schreiben. Seine Freundin hatte im Prozess gegen ihn ausgesagt, was im Widerspruch zu ihrer ursprünglichen Aussage bei der Polizei stand, um selbst mit einem milden Urteil davon zu kommen. Obwohl Manuel Velez für eine vollständige Rehabilitierung kämpfen wollte, zog er den Deal und die sofortige Freilassung auf Bewährung einem neuen möglicherweise Jahre dauernden Prozess mit ungewissem Ausgang vor.

Quelle: www.theguardian.com/us-news/2014/oct/08/texas-releases-death-row-inmate-manuel-velez

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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