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15.09.2014 | Texas: Willie Tyrone Trottie hingerichtet

Am Mittwochabend wurde in Huntsville, im US-Bundesstaat Texas, der 45-jährige Willie Tyrone Trottie mit einer tödlichen Injektion, einer Überdosis Pentobarbital, hingerichtet.

Trottie war zum Tod verurteilt, weil er am 3. Mai 1993 seine Lebensgefährtin und dessen Bruder erschossen hatte. Während die Staatsanwaltschaft erklärte, dass er seiner Lebensgefährtin ein Ultimatum gestellt und ihr mit dem Tod gedroht habe, versuchte Trottie vor den Gerichten zwei Jahrzehnte lang seine Schilderung der Tat zu Gehör zu bringen: Sein Schwager habe zuerst auf ihn geschossen und ihn mit mehreren Kugeln verletzt. Der Tod seiner Lebensgefährtin sei nicht beabsichtigt gewesen, sondern im Kampf um seine Waffe erfolgt. Danach habe er im Affekt eine Kugel auf den Kopf seines am Boden liegenden Schwagers abgefeuert. Trotties Pflichtverteidiger ermöglichte ihm nicht, vor Gericht selbst auszusagen, sodass die Geschworenen seine Version des Tathergangs nicht zur Kenntnis nehmen konnten. In seinen letzten Worten gab er seinem Bedauern und seiner Liebe für die Angehörigen seiner Opfer ebenso Ausdruck, wie seiner Liebe für seine eigenen Angehörigen. Unter diesen befand sich sein 22-jähriger Sohn, der 1993 seine Mutter und mit der Hinrichtung Trotties nun auch seinen Vater verloren hat.

Quelle: http://todesstrafe-nachrichten.jimdo.com

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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