zurück zur Übersicht

29.05.2014 | USA: Comeback verworfener Exekutionsmethoden

Mehrere US-Bundesstaaten erwägen die Rückkehr früher angewendeter Hinrichtungsformen, dazu zählen zumeist längst verworfene Methoden wie Exekution auf dem elektrischen Stuhl, in der Gaskammer, durch Erschießen oder Hängen.

Als Begründung wird häufig das EU-Verbot für den Export von Medikamenten zu Hinrichtungszwecken oder politisch ausgeübter Druck angeführt.

Gefängnisdirektor Bob Lampert sieht die Vollstreckung von Hinrichtungen gefährdet und hat deshalb den Behörden empfohlen, alternative Hinrichtungsmethoden in Erwägung zu ziehen. Man wolle nicht wie andere US-Bundesstaaten mit Medikamentencocktails experimentieren.

Immer wieder erfolgt in dem Zusammenhang der Verweis auf die verpfuschten Hinrichtungen von Dennis McGuire in Ohio und Clayton Lockett in Oklahoma.

In der öffentlichen Meinung nimmt die Befürwortung der Todesstrafe ab. Sechs US-Bundesstaaten haben in den vergangenen Jahren die Todesstrafe abgeschafft, drei weitere deren Durchführung ausgesetzt.

Befürworter der Todesstrafe melden sich hingegen umso entschlossener zu Wort und fordern lautstark die Rückbesinnung auf ‚altbewährte’ Tötungsmethoden. Ein Comeback früherer Vorgehensweisen soll die Hinrichtungsmaschinerie weiter am Laufen halten.

Quellen: Spiegel online, The New Zeland Herald

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht