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28.05.2014 | USA/Florida: Oberster Gerichtshof verbietet Hinrichtung geistig Behinderter

Der Oberste Gerichtshof der USA verfügte, Hinrichtungen nicht vollstrecken zu lassen, sofern ein Verurteilter nachweisen kann, geistig behindert oder psychisch krank zu sein.

Das Gericht sprach sich nun mit fünf zu vier Stimmen gegen die Regelung des Bundesstaats Florida aus.

Seit 2002 ist die Hinrichtung geistig Behinderter in Amerika verboten. Es obliegt jedoch den einzelnen US-Bundesstaaten festzulegen, wie die Grenze zu definieren ist.

In Florida stand bislang ein IQ-Wert von 70 und darunter für geistig behindert, ab einem IQ von 71 galt ein Todeskandidat für hinrichtungsfähig.

Der Oberste Gerichtshof, der jetzt konkret im Fall eines Mannes zu entscheiden hatte, der in Tests auf einen IQ über 71 kam, erklärte diese Auslegung für unzureichend. Andere Gutachten und Belege für eine geistige Behinderung seien zu berücksichtigen und der betroffene Häftling könne nicht ausschließlich aufgrund des IQs für hinrichtungsfähig erklärt werden.

Die Entscheidung des Obersten Gerichts der USA wird sich voraussichtlich auch auf andere Bundesstaaten auswirken.

Quelle: The Guardian

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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