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08.05.2015 | Delaware: Gouverneur würde Todesstrafe abschaffen

Gouverneur Jack Markell äußert sich zum ersten Mal öffentlich zu dem Thema und ist der Meinung, dass die Todesstrafe „uns nicht sicherer mache“ und würde „den Gesetzesentwurf zur Abschaffung unterzeichnen, sollte er auf seinem Schreibtisch landen“.

Markell‘s Aussagen kamen nur wenige Tage bevor sich der Ausschuß der Gesetzgebung hinsichtlich der Abschaffung der Todesstrafe in Delaware annahm. Die Abschaffung soll allerdings nicht die 15 Häftlinge betreffen, die zur Zeit im dortigen Todesstrakt sitzen.

Jack Markell sehe natürlich ein, dass es viele Sichtweisen gäbe und sei sich im Klaren darüber, dass das ein schwieriges Thema sei. Die kürzlichen Freisprüche von Todesstraktinsassen und die Tatsache, dass wieder falsche Zeugenaussagen aufgedeckt wurden, flossen in seinen Meinungswandel mit ein, so der Gouverneur.

Die Anhörung des Ausschusses ist für den 13. Mai geplant.

Delaware ist einer der 32 Bundesstaaten in den USA, der die Todesstrafe vollzieht. Shannon Johnson war der letzte Insasse, der per Giftinjektion am 28. April 2012 hingerichtet wurde.

Quelle und ausführliche Informationen:
www.delawareonline.com/story/firststatepolitics/2015/05/07/markell-supports-death-penalty-repeal/70966740/ (Jon Offredo, 7.5.2015)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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