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25.12.2015 | Harvard: Abschließender Jahresbericht zur Todesstrafe 2015 und den bislang durchgeführten Exekutionen in den USA zeigt das „kaputte Strafsystem für Kapitalverbrechen“

Das Charles Hamilton Houston Institute for Race and Justice der Universität Harvard hat ihren Jahresbericht 2015 veröffentlicht, in dem die Fälle aller bisher 28 in Amerika Exekutierten untersucht wurden. Dem Bericht zu folge handelte es sich bei 75 % aller Hinrichtungen um zweifelhafte Urteile oder Personen, die u.a. aufgrund von Traumata unter schweren mentalen Beeinträchtigungen oder Behinderungen litten.

Laut des Berichts litten 7 Personen an schweren intellektuellen Beeinträchtigungen einschließlich Hirnschäden, wie z. B.  der in Missouri dieses Jahres hingerichtete Cecil Clayton: Er hatte 20 Prozent seiner Frontalhirnrinde aufgrund eines Sägemühlen-Unfalles verloren.
 
Andrew Brannan, wurde im Januar in Georgia durch die Giftspritze hingerichtet. Brannan war ein Veteran aus Vietnam und offiziell aufgrund einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung als zu 100 % behindert klassifiziert worden.
 
Für das Institut zeigen die Ergebnisse des Berichtes, wie „kaputt das Strafsystem für Kapitalverbrechen“ sei. Eine positive Entwicklung: 2015 war seit 25 Jahren das Jahr mit den wenigstens Hinrichtungen in den USA.  ccg
 
Quelle:
Charles Hamilton Houston Institute for Race & Justice, Harward Law School: Death Penalty 2015 Year End Report

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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