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27.04.2015 | Indonesien plant 10 Hinrichtungen in den kommenden Tagen

Die Häftlinge warten im Hochsicherheitsgefängnis der Insel Nusakambangan auf ihre Hinrichtung, von der sie am Samstag erfahren haben. Scheinbar will der Staatspräsident Widodo ein Exempel statuieren, denn keinen Einwand von außen ließ er bisher gelten.

8 der Todesstraktinsassen sind ausländischer Herkunft: Zwei Australier, ein Brasilianer, ein Franzose, eine Philippinerin und drei Nigerianer.
Auch massive internationale Proteste, diplomatische Eingriffe der Regierungen der jeweiligen Insassen und ein Gnadengesuch des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon lassen den indonesischen Staatschef nicht von seinem Urteil abweichen.
Es würden täglich viele Menschen aufgrund von Drogenmißbrauch sterben, sodaß es für ihn einfach nicht in Frage kommt, in „dieser Frage einzuknicken“.

Indonesien hat scharfe Drogengesetze und Zuwiderhandlung wird mit dem Tod bestraft, obwohl nach internationalem Recht die Todesstrafe lediglich für Mord verhängt werden dürfe. Über den Hinrichtungstermin wird der Insasse mindestens 72 Stunden vorher informiert. Ausgeführt wird eine Exekution durch das Erschießungskommando.

Quellen und weiterführende Informationen:
www.spiegel.de/panorama/justiz/indonesien-hinrichtung-von-drogenschmugglern-steht-bevor-a-1030782.html

https://www.hna.de/welt/indonesien-haelt-trotz-gnadenaufrufen-hinrichtungen-fest-zr-4945839.html

drogen-politik.com/nachrichten/anti-drogen-gesetze-indonesien-5-ausländer-zum-tode-verurteilt

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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