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20.06.2015 | Kalifornien: Klage gegen zu lange Verweildauer in Einzelhaft

Sechs Todestraktinsassen aus Kalifornien klagen gegen die viel zu lange Verweildauer in absoluter Einzelhaft in einem fensterlosen Raum, ohne die Möglichkeit zu telefonieren oder menschlichen Kontakt.

Diese sechs Insassen klagen für ihre rund 94 ebenfalls betroffenen Mitgefangenen mit. Insgesamt sind in Kaliforniens größtem Todestrakt in San Quentin etwa 750 Gefangene untergebracht.

Es wird beklagt, dass die in Isolationshaft befindlichen Insassen ohne natürliches Licht und ohne Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten oder Workshops 21 - 24 Stunden täglich untergebracht seien. Zudem würde ihnen der persönliche Kontakt zu Familienmitgliedern untersagt, ebenso die Telefonanrufe.
Ein Gefangener ist seit 26 Jahren dort und zwei andere für mehr als ein Jahrzehnt.
Das würde „an Quälerei grenzen“, so die Insassen.

Die Pressesprecherin der Gefängnisbehörde, Terry Thornton, sagt, dass die Beamten die Klage noch nicht eingesehen hätten und könnten es somit nicht kommentieren.
Aber sie meinte ebenso, dass kein Insasse 24 Stunden in seiner Zelle verbringen müsse, denn er hätte das Recht, für 10 Stunden in der Woche den Trainingsplatz zu nutzen.

Quelle und ausführliche Informationen:
www.sfgate.com/bayarea/article/6-inmates-on-San-Quentin-Death-Row-sue-over-time-6336515.php

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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