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10.07.2015 | Ohio: Probleme bei der Medikamentenbeschaffung

Für nächstes Frühjahr sind in Ohio wieder Hinrichtungen vorgesehen, doch der Staat hat große Probleme, Hersteller zu finden, die ihnen die nötigen Medikamente verkaufen.

Gary Mohr, der Leiter der Gefängnisbehörde in Ohio, gab keine genaueren Auskünfte, wo nach den Medikamten gesucht wird und welche Länder in Frage kommen.
Laut dem neuen Hinrichtungsprotokoll sind Thiopental oder Pentobarbital erlaubt.
Es wurde eine Import-Lizenz beantragt, die den Bezug der Medikamente auch von Übersee erlaube, so Mohr.

Die Amerikanische Pharmazeuten Vereinigung (APA) hat, wie viele andere Pharmazeuten in Ohio, ihren Unwillen bekundet, Medikamente für Hinrichtungen herzustellen oder zu verkaufen.

Ohio hat seit Januar 2014 niemanden mehr hingerichtet, nachdem die Hinrichtung von Dennis McGuire problematisch verlief, die mit den beiden Medikamnten Midazolam und hydromorphone ausgeführt wurde. McGuire rang 25 Minuten mit dem Tod.

Quelle und ausführlicher Bericht:
www.cleveland.com/open/index.ssf/2015/07/ohio_is_having_trouble_finding.html (Jeremy Pelzer, 9.07.2015)

Link zu einem Bericht über McGuire‘s Hinrichtung:
www.dispatch.com/content/stories/local/2014/08/12/inmate-suffered-pain-during-execution-doctor-says.html (Alan Johnson, 13.8.2014)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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