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05.07.2015 | Ohio sucht in Übersee nach neuen Medikamenten

Ohio sucht nach weiteren Optionen für die Beschaffung von Medikamente für die Hinrichtung per Giftinjektion und schließt dabei nicht aus, auch außerhalb der USA fündig zu werden.

Das Gefängnis in Ohio, in dem die Hinrichtungen stattfinden, beantragte im Spätjahr 2014 eine Importlizenz vom „U.S. Drug Enforcement Administration“ für Hinrichtungsmedikamente. Diese Lizenz läuft Ende Februar nächsten Jahres aus.

Vor zwei Jahren entschied das Bundesberufungsgericht aufgrund einer Klage, die Insassen in Tennessee, Arizona und Kalifornien einreichten, dass die Entscheidung der FDA (U.S. Food and Drug Administration) falsch gewesen sei, Sodium Thiopental für Hinrichtungen importieren zu dürfen.
Hinsichtlich Ohio‘s Lizenz  meinte die FDA, dass es keine Anzeichen oder Beweise dafür gäbe, dass Sodium Thiopental von Gefängnissen importiert worden wäre.

Medikamente seien in Ohio dringend erforderlich, um Hinrichtungen fortführen zu können. Wie in vielen anderen Bundesstaaten, gab es auch für Ohio Probleme in der Medikamentenbeschaffung, seit sich verschiedene Hersteller weigern, Medikamente für solche Zwecke zu verkaufen.
Hinrichtungen sind wieder vorgesehen für Anfang 2016, mit 21 Hinrichtungsterminen für die sich anschließenden vier Jahre.

Quelle und ausführlicher Bericht:
www.bradenton.com/2015/07/03/5880346_apnewsbreak-ohio-looks-overseas.html
(Andrew Welsh-Huggins, 3.4.2015)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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