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17.10.2015 | Oklahoma setzt Hinrichtungen bis 2016 aus

Oklahomas Generalstaatsanwalt Scott Pruitt hat zugestimmt, bis 2016 keine neuen Hinrichtungstermine anzusetzen. Solange bis sein Büro geprüft hat, warum der Staat bei der im Januar stattgefundenen Hinrichtung von Charles Warner das falsche Medikament benutzt hat.

Pruitt setzt alle Exekutionstermine für mindestens 150 Tage aus, bis alle Untersuchungen abgeschlossen und alle Ergebnisse veröffentlicht sind. Ebenso soll sichergestellt werden, dass der Staat in der Lage ist, sich an das vorgegebene Hinrichtungsprotokoll halten zu können.

Im Januar war Charles Warner mit einem Drei-Medikamenten-Cocktail, der Kaliumacetat als letztes Medikament enthielt, hingerichtet. Laut dem aktuellen Protokoll darf aber ausschließlich Kaliumchlorid verwendet werden.

Kurz vor der Hinrichtung von Richard Glossip am 30. September diesen Jahres ist aufgefallen, dass auch in diesem Fall Kaliumacetat hätte verwendet werden sollen. Somit unterbrach Gouverneurin Fallin den Hinrichtungsprozeß und gewährte zunächst einen weiteren Aufschub von 37 Tagen.

Quelle:
www.theguardian.com/us-news/2015/oct/16/oklahoma-halts-executions-until-2016-wrong-drug-investigation
(16.10.2015)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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