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23.02.2016 | Alabama: Neuer Ausschuss für Untersuchung bestimmter fragwürdiger Fälle möglich

Ein Senatsausschuß in Alabama wird am morgigen Mittwoch einen Gesetzesentwurf ansehen, der zum einen einen Ausschuss etablieren soll, der verurteilte, aber fragwürdige Fälle erneut untersuchen soll und zum anderen ein einjähriges Moratorium der Todesstrafe in Alabama beinhaltet.

Senator Dick Brewbaker hat dieses Gesetz entworfen und möchte damit die „Innocence Inquire Commission“ innerhalb des staatlichen Gerichtssystems errichten. Diese Kommission würde dann bestimmte Fälle wieder aufrollen, bei denen es erhebliche Zweifel an der Schuld des Verurteilten gibt, weil wichtige Beweise im Prozeß nicht vorlagen.

Diese Kommission sei auch nicht allein für die Todesstrafenfälle zuständig, so Brewbaker. Sie soll einfach für Fairness in einem Prozeß sorgen.

Brewbaker sei zwar für die Todesstrafe, aber wenn sie schon verhängt würde, müßte so viel Sicherheit wie möglich herrschen, auch tatsächlich den Richtigen zu verurteilen und nicht später einen eventuell unschuldigen Menschen hinzurichten.

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würden alle Hinrichtungen bis zum 1. Juni 2017 aufgeschoben.

Alabama hat am 21. Januar dieses Jahres Christopher Brooks hingerichtet, welche die erste Hinrichtung in diesem Bundesstaat seit knapp zweieinhalb Jahren war.

Quelle und weiterführende Informationen:
http://www.montgomeryadvertiser.com/story/news/politics/southunionstreet/2016/02/22/bill-would-create-commission-examine-felony-convictions/80756724/
(22.02.2016, Brian Lyman)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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