zurück zur Übersicht

27.02.2016 | Arizona: Kampf um das bei Hinrichtungen eingesetzte Paralytikum

Arizonas Todestraktinsassen sind der Ansicht, die Zeugen einer Hinrichtung sollten ruhig deutlich zu sehen bekommen, wie qualvoll eine Hinrichtung wirklich sei, wenn sie nicht von paralytischen Medikamenten verdeckt würde.

In Arizona wird ein Drei-Medikamenten-Cocktail für Hinrichtungen verwendet. Zuerst wird ein sedierendes Medikament (Midazolam) verabreicht, gefolgt von einem paralysierenden, das den Insassen „lähmt“ und keine Regung nach außen sichtbar ist.
Die klagenden Insassen verstehen darin den Schutz der anwesenden Zeugen, denn diese Medikamente würden den eigentlich Kampf des Körpers verdecken.

2014 kämpfte Joseph Wood fast zwei Stunden lang gegen den Tod, weil die Medikamente des damaligen Zwei-Medikamenten-Protokolls offenbar nicht so wirkten wie erwartet. Nach dieser verpfuschten Hinrichtung, wurde das Protokoll überarbeitet und ein weiteres Medikament hinzugefügt.

Das Generalstaatsanwaltschaftsbüro von Mark Brnovic gab ein Statement ab, dass klarmache, dass die Gefangenen laut dem Ersten Verfassungszusatz kein Recht „auf einen spekulierten schmerzhaften Tod hätten, solange Menschen dabei zuschauen.“
Die Insassen würden so versuchen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, um die Todesstrafe endgültig abzuschaffen.

Quellen:
http://www.buzzfeed.com/chrismcdaniel/arizona-to-death-row-inmates-you-dont-have-a-right-to-go-vir#.tw30eoaAA
(24.02.2016,Chris McDaniel)

thehill.com/blogs/ballot-box/270609-arizona-to-death-row-inmates-the-first-amendment-does-not-protect-the-right
(24.02.2016, Rebecca Savransky)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht