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29.06.2016 | Arkansas: Richter kritisiert Geheimhaltung des Hinrichtungsprozesses

Pulaski County Bezirksrichter Wendell Griffen erklärte im vergangenen Jahr das Gesetz für rechtswidrig, das die Geheimhaltung der bei Hinrichtungen verwendeten Medikamente gewährleistet. Nun wurde sein Urteil in einer 5-4 Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in Arkansas revidiert.

Griffen, ebenfalls als Pastor in der New Millenium Kirche in Little Rock, Arkansas tätig, kritisiert den staatlichen Fokus. Es ginge nun nur noch darum, die verwendeten Medikamente und ihre Herkunft zu verheimlichen.  
Die Insassen haben weder die Möglichkeit zu erfahren, woher die Medikamente stammen noch welche Qualität diese haben, so Griffen.

Die Menschenrechtsorganisation Reprieve gab im Mai bekannt, dass alle 25 von der FDA überprüften Hersteller potentieller Hinrichtungsmedikamente ihren Verkauf für die Ausführung der Todesstrafe eingestellt haben.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes könnte nun den Weg für die Hinrichtung von acht Insassen frei machen.
Allerdings läuft das Mindesthaltbarkeitsdatum eines der zu verwendenden Medikamente aus bevor das Urteil des Gerichtshofes greift. Der Hersteller ließ verlauten, keine weiteren Medikamente mehr zu liefern.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://baptistnews.com/article/judge-criticizes-secrecy-in-u-s-executions/
(27.06.2016, Bob Allen)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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