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13.11.2016 | China: Todesurteile für zwei Ex-Polizeichefs

Zwei ehemalige Polizeichefs sind in China zum Tod verurteilt worden. Beiden hohen Parteifunktionären wurde Korruption angelastet, doch dem früheren Polizeichef der Inneren Mongolei auch noch Mord.

Das zuständige Mittlere Volksgericht fand Zhao Liping, zuletzt Vizechef der politischen Konsultativkonferenz der Region, für schuldig, 2015 einen Menschen erschossen zu haben. Im Zuge der Ermittlungen seien Waffen, Munition und Sprengsätze in seinem Besitz gefunden worden. Auch soll er Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet 3,1 Millionen Euro angenommen haben. Er soll Geschäfte vermittelt und Posten verscherbelt haben.

Während Zhao Liping mit der Hinrichtung rechnen muss, erhielt der andere Verurteilte eine Todesstrafe auf Bewährung, d.h. mit zwei Jahren Aufschub, was dann meist in lebenslange Haft umgewandelt wird. Zhu Mingguo, zuletzt Chef der Konsultativkonferenz der Südprovinz Guangdong, soll umgerechnet 19 Millionen Euro an Bestechungsgeldern direkt oder über seine Frau erhalten haben, befand das Gericht. Der frühere Polizeichef der Metropole Chongqing und Vizeparteichef von Guangdong habe dafür bei Ausschreibungen für Projekte, Landverkäufen und Beförderungen geholfen. Er besaß noch weitere Besitztümer im Wert von 12 Millionen Euro, deren Herkunft er nicht erklären konnte.

Quelle:
http://www.lessentiel.lu/de/news/story/Zwei-Todesurteile-fuer-Ex-Polizeichefs-in-China-21554575
(11.11.2016)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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