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17.08.2016 | Delaware: Generalstaatsanwalt legt keine weitere Berufung ein

Matt Denn, Delawares Generalstaatsanwalt, wird nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes keinen weiteren Antrag am nächst höheren Gericht einreichen, um das Urteil anzufechten. Allerdings möchte er die Hinrichtung der 13 im Todestrakt verbliebenen Häftlinge vorantreiben.

Erst kürzlich erklärte der Oberste Gerichtshof in Delaware die Tatsache, dass ein Richter bei einem Todesurteil mehr Entscheidungsmacht hat als eine Jury, für unrechtmäßig.
Dieses Urteil wird Denn nach reiflicher Überlegung nicht anfechten und somit nicht vor den Obersten US-Gerichtshof bringen. Die Prozedur würde sich über Jahre hinziehen und somit auch die Opferfamilien weiter belasten, so Denn.

Lesen Sie hier das Urteil des Obersten Gerichtshofes in Delaware!

Im kommenden Jahr wird darüber entschieden, ob das Urteil auch rückwirkend für die schon verurteilten Häftlinge gelten soll.

Republikaner arbeiten daran, die Todesstrafe wieder in Kraft zu setzen. Dass dieses Jahr ein Jahr der Wahlen ist, erschwert ihnen, das Ziel auch zu erreichen.
Auf der Gegenseite hoffen die Demokraten auf die Beständigkeit des gefällten Urteils. „Was das Gericht damit erwirkte, ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so Senatorin Margaret Rose. „Ich hoffe, wir können damit die Todesstrafe gänzlich abschaffen.“

Die letzte Hinrichtung in Delaware fand im Jahr 2012 statt, als Shannon Johnson (28) durch die Giftspritze starb.

Quelle mit ausführlichem Bericht und weiterführenden Links:
http://www.delawareonline.com/story/news/local/2016/08/15/ag-wont-appeal-delaware-death-penalty-ruling/88772686/
(15.08.2016, Jessica Masulli Reyes, Matthew Albright)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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