zurück zur Übersicht

09.07.2016 | Guinea: Todesstrafe endgültig abgeschafft

Am 4. Juli verabschiedete das Parlament in Guinea ein neues Strafgesetz, welches neben anderen Änderungen die endgültige Abschaffung der Todesstrafe beinhaltete.

In dem westafrikanischen Staat Guinea wurde die Todesstrafe, nachdem seit 2002 bereits ein Hinrichtungsmoratorium bestand, endgültig per Gesetz abgeschafft. Das vom Parlament verabschiedete neue Strafgesetz sieht statt der Todesstrafe als Höchststrafmaß nun eine Freiheitsstrafe von bis zu 30 Jahren Gefängnisstrafe vor. 

Für Justizminister Cheik Sako, der die Gesetzesänderungen verkündete, stellt dies ein wichtiger Schritt in Richtung der totalen Abschaffung der Todesstrafe auch für andere afrikanische Staaten und asiatische Länder dar, welche ähnlich wie Guinea die Todesstrafe noch immer in der Praxis oder im Gesetz als Strafmaß vorsehen.

Die Verabschiedung des neuen Gesetzes am 4. Juli erfolgte nur wenige Tage nach dem 6. Weltkongress gegen die Todesstrafe in Oslo. Fode Amara Bocar Marega, Abgeordnete aus Guinea, kommentierte dies als klares Erfolgszeichen im Sinne der nachhaltigen Wirkung des Kongresses.

Quellen und weitere Informationen:

"Abolition of the death penalty in Guinea", WCADP vom 5. Juli 2016.

"An important step towards the abolition of the Death Penalty in Guinea-Conakry", Community of Sant´Egidio vom 5. Juli 2016. 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht