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22.08.2016 | Irak: Massenhinrichtung von 36 irakischen ISIL Militanten

Im Irak ist erneut eine Massenhinrichtung durchgeführt worden, bei der 36 Personen exekutiert worden sind. Sämtliche der hingerichteten Männer sollen dem Islamischen Staat im Irak und der Levante (ISIL) angehört haben und am `Speicher Massaker" vor zwei Jahren beteiligt gewesen sein.

Am Sonntag bestätigte der irakische Justizminister Haidar Zamili die Hinrichtung von 36 Personen, die wegen ihrer Zugehörigkeit zum ISIL (Islamischer Staat im Irak und der Levante) und aufgrund ihrer Beteiligung am "Speicher Massaker" zum Tode verurteilt worden waren. Bei dem Massaker vor zwei Jahren waren hunderte irakischer Flugkadetten ums Leben gekommen. 

Die Männer waren letzte Woche in ein Gefängnis nach Nasiriyah, der Hauptstadt Dhi Qars, transportiert worden. Ihre Todesurteile waren zuvor vom Präsidenten bestätigt worden (wir berichteten am 15. August in unseren News). Nach offiziellen Angaben des Governours von Dhi Qar, Yahya al-Nasiris, wurden die Männer gemäß der üblichen Hinrichtungsmethode gehängt.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte bereits im Mai diesen Jahres, nachdem 22 Männer gemeinsam hingerichtet worden waren, an die irakische Regierung appelliert und diese zur Aussprache eines unverzüglichen Hinrichtungsmoratoriums aufgefordert. Amnesty International geht von unfair durchgeführten Gerichtsprozessen wie auch durch Folter erzwungenen Geständnissen aus.

Weitere allgemeine Informationen zur Todesstrafe im Irak finden Sie in unserem Länderbericht "Die Todesstrafe im Irak".

Quellen und weitere Informationen zur heutigen Nachricht:

"Iraq executes 36 men convicted in ISIL massacre", Hurriyet Daily News vom 21. August 2016; "Execution of 36 Militants in Iraq to Perpetuate Cycle of Violence", Sputnik News vom 22. August 2016. 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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