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26.01.2016 | Iran: Kinder und Jugendliche im Todestrakt

"Growing up on death row" - Aufwachsen im Todestrakt - so der Titel des neu veröffentlichten Berichts von Amnesty International, welcher die Menschenrechtsverletzungen gegenüber Minderjährigen im Iran aufgrund des praktizierten Strafsystems aufzeigt.

Noch immer werden im Iran Kinder und Jugendliche zum Tode verurteilt, wie der neue Bericht von Amnesty International aufzeigt. 9-jährige Mädchen, 15-jährige Jungs: Die Liste ist lang von Beispielen an Minderjährigen, welche im Iran noch nicht einmal von der Todesstrafe ausgeschlossen werden.

Der detaillierte, über 100-Seiten umfassende Bericht von Amnesty International zeigt erneut gravierende und schockierende Justizmängel und Menschenrechtsverletzungen auf. Dabei zeigte die iranische Regierung zunächst ein Mindestmaß an positiven Entwicklungen auf und stimmte Reformen in Bezug auf die Bestrafung von Kindern und Jugendlichen zu: Im Jahr 2013 wurde die Todesstrafe als Pflichtstrafmaß für Minderjährige durch die Option anderer Haftstrafen und Strafmaßnahmen ersetzt - so die Theorie. Der Bericht von Amnesty zeigt, wie wenig diese Zusagen und Reformen in der Praxis umgesetzt wurden. Zugleich zeigt es, wie wenig sich das Regime an Menschenrechtsverletzungen oder internationale Konventionen hält. 

Der vollständige Bericht "Growing up on Death Row: The Death Penalty and Juvenile Offenders in Iran" ist über die offizielle Homepage von Amnesty International einsehbar und steht dort der Öffentlichkeit als Download zur Verfügung.

Eine Dokumentation der Haftbedingungen von der Fotografin Sadegh Souri finden Sie auch in der Daily Mail.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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