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08.03.2016 | Iran: Todesurteil wegen Korruption gegen einen Milliardär ausgesprochen

Im Iran wurde der Milliardär Babak Zanjani wegen Korruption und anderer wirtschaftlicher Delikte zum Tode verurteilt. Dies gab letzten Sonntag der Gerichtssprecher Mohseni-Ejei nach dem Prozess in erster Instanz bekannt.

Letzten Sonntag wurde das Todesurteil gegenüber Babak Zanjani, der bereits im Jahr 2013 wegen diverser Wirtschaftsverbrechen angeklagt worden war, von dem offiziellen Gerichtssprecher Gholam-Hossein Mohseni-Ejei bekannt gegeben. Der Prozess befindet sich in erster Instanz, neben Zanjani werden zwei Mittäter angeklagt.  

Neben Korruption wird dem iranischen Milliardär Zanjani massiver Betrug gegenüber dem Iranischen Öl-Ministerium, einer sozialen Sicherheitsorganisation sowie der Maskan Bank, welche auf Gebäudefinanzierung spezialisiert ist, vorgeworfen. Des weiteren wurde er der Geldwäsche und Urkundenfälschung beschuldigt.

Der Milliardär war bereits im Dezember des Jahres 2013 verhaftet worden, nachdem er von zwölf verschienden iranischen Gesetzgebern der Korruption beschuldigt worden war und diese eine Offenlegung seiner finanziellen Aktivitäten anforderten, um Untersuchungen und Ermittlungen einzuleiten.

Korruption steht gemäß des Islamischen Strafgesetzbuches im Iran unter der Todesstrafe.

Weitere Informationen zur Todesstrafe im Iran finden Sie in unserem Länderbericht "Todesstrafe im Iran" auf unserer Homepage.

Quelle und weitere Informationen zu dem aktuellen Urteil von Babak Zanjani finden Sie in dem Artikel der PressTV: "Iran billionaire given death sentence in corruption case" vom 6. März 2016. ccg

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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