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02.09.2016 | Kalifornien: Mehrheit für Beibehaltung der Todesstrafe

Laut einer aktuellen Umfrage des „Institute of Governmental Studies“, die kürzlich veröffentlicht wurde, ist die Mehrheit der Befragten gegen die Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien.

Die Mehrheit aller ethnischen Gruppen in Kalifornien - ausgenommen der schwarzen Bevölkerung - sprechen sich gegen die Abschaffung der Todesstrafe aus. 70% der Republikaner möchten die Todesstrafe beibehalten, während Demokraten sie gerne als Vergangenheit sähen.
„Der Staat sollte niemanden hinrichten“, so Matthew Lewis, ein Mitglied der Cal Berkeley Demokraten.
Auch ältere Menschen tendieren eher dazu, die Todesstrafe beibehalten zu wollen, so die Studie.

Die Frage der grundsätzlichen Beibehaltung oder Abschaffung der Todesstrafe („Proposition 62“) wird ein Thema bei den kommenden Wahlen im November sein. Ebenso soll dann entschieden werden, ob und inwiefern die Todesstrafe „modernisiert“ werden soll („Proposition 66“).
Berufungen nehmen sehr viel Zeit und Geld in Anspruch, sodaß in Kalifornien seit 10 Jahren keine Hinrichtung mehr stattgefunden hat.
Diese Tatsache sorgte in der Vergangenheit dafür, dass mehr Todeskandidaten an natürlichen Todesursachen starben als durch Hinrichtungen.

Quellen mit ausführlichen Informationen:
http://www.dailycal.org/2016/08/29/institute-governmental-studies-releases-poll-data-death-penalty-bilingual-education/
(29.08.2016, Mira Chaplin)

Institute of Governmental Studies
(Inhalt abgerufen am 31.08.2016)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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