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27.10.2016 | Kalifornien: Vollzugsbeamte gründen Kampagne, um die Todesstrafe aufrecht zu erhalten

Im kommenden November sollen sich die Einwohner Kaliforniens zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder sie stimmen dem Gesetzesentwurf zu, die Todesstrafe beizubehalten (Prop. 66) oder sie entscheiden sich für die Abschaffung der Todesstrafe (Prop. 62).

Die „California Correctional Peace Officers Association“ veröffentlichte am Montag einige Anzeigen, die die Wähler dazu animieren sollen, sich gegen die Abschaffung der Todesstrafe auszusprechen, die Hinrichtungsmethoden auszuweiten und die lange überfälligen Hinrichtungen durchzuführen.

Was würde einen zu lebenslanger Haft verurteilten Mörder aufhalten, im Gefängnis weiter zu morden, wenn es die Todesstrafe nicht mehr gibt? Es sei die letzte Verteidigungsmöglichkeit, die sie (die Wärter) noch hätten. Dieses Argument stellte Chuck Alexander, der Präsident der Vereinigung, auf einem Plakat mit dem Titel „Die Schlimmsten unter uns“ zur Schau.

In den USA ist der Support für die Todesstrafe so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Auch in Kalifornien ist die Durchsetzung „der Proposition 62“ wahrscheinlicher als vor Jahren noch. Mit 48% zu 37% - bei 15% Unentschlossenen - seien die Befragten einer aktuellen Umfrage für die Abschaffung der Todesstrafe.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.sacbee.com/news/politics-government/capitol-alert/article110430227.html
(25.10.2016, Alexei Koseff)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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