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06.06.2016 | Louisiana: Keine Hinrichtungen bis mindestens Januar 2018

Solange in Louisiana nicht geklärt ist, welche Hinrichtungsmethode als Standard vorherrscht, wird auch der Prozeß um die eigentliche Rechtmäßigkeit der Todesstrafe verschoben.

Am vergangenen Mittwoch verschob ein Bundesrichter für die kommenden 18 Monate sämtliche Verhandlungen im Prozeß um die Verfassungsmäßigkeit der Todesstrafe im Bundesstaat Louisiana, was ebenfalls einen Aufschub aller möglichen Hinrichtungen bedeutet.
Der Staat kann keine Hinrichtungen durchführen, solange die Klage seitens zweier Insassen um die genaue Hinrichtungsmethode gegen die Gefängnisbehörde laufe.

Momentan stehen zudem die nötigen Medikamente nicht zur Verfügung, so eine Sprecherin der Gefängnisbehörde.
2013 hatten Offizielle von einer sogenannten „compounding pharmacy“ Medikamente bezogen, mit denen dann aber keine Hinrichtungen durchgeführt werden konnten, weil die Apotheke nicht staatlich lizensiert war.

Der Termin für die Beschreibung der exakten Hinrichtungsmethode ist für den 8. Januar 2018 angesetzt, genau eine Woche nachdem die Ergebnisse einer Studie bekannt werden, die eine Kostenanalyse der Todesstrafe beinhalten soll.

Quelle:
thelensnola.org/2016/06/01/executions-in-louisiana-on-hold-until-at-least-january-2018/
(01.06.2016, Della Hasselle)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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