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26.03.2016 | Mississippi: Antrag auf Erschießungskommando als Alternative zur Giftinjektion

Sollten die nötigen Medikamente für eine Hinrichtung durch die Giftspritze nicht vorrätig oder zu teuer sein, so möchte das Parlament als Alternative die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando durchsetzen.

Im Januar dieses Jahres hatte Staatsanwalt Jim Hood die Gesetzgeber aufgefordert, Alternativen zur Giftspritze zu erarbeiten. Das Erschießungskommando, der Elektrische Stuhl und die Gaskammer gehörten zu den Vorschlägen.
Nun ist der Gesetzesentwurf (Senate Bill 2237) vom Parlament gesichtet und am Freitag zurück in den Senat zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet worden.

Der Republikaner Robert Foster ist zudem der Ansicht, das Erschießungskommando sei wesentlich humaner und außerdem kostengünstiger als die Tötung durch die Giftinjektion.
Gegner der Todesstrafe sehen diese Methode als „barbarisch“ und keinesfalls als human an.

Utah ist bislang der einzige Bundesstaat, der seit Wiedereinführung der Todesstrafe, Insassen per Erschießungskommando hingerichtet hat, so der Geschäftsführer des Death Penalty Information Center.
Andere Bundesstaaten haben ebenso Back-up-Methoden eingeführt bzw. planen, diese einzuführen. Wyoming hat die Gaskammer, Tennessee den Elektrischen Stuhl und Oklahoma den Elektrischen Stuhl wie auch das Erschießungskommando.

Ein anderer Punkt des Gesetzentwurfs ist die Geheimhaltung der Namen der Lieferanten und Hersteller von Medikamenten, die für Hinrichtungen genutzt werden. Ebenso die Geheimhaltung der Namen des Personals, das an Hinrichtungen beteiligt ist.

Quellen:
http://bigstory.ap.org/article/49ab56ae8d314304942c74236b2bcc2e/mississippi-house-proposes-firing-squad-execution-method
(25.03.2016, Jeff Amy, Nassim Benchaabane)

http://www.cbsnews.com/news/mississippi-could-debate-firing-squad-as-execution-method/
(28.01.2016, Associated Press)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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