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11.09.2016 | Missouri: Aufschub gewährt im Prozess um die Veröffentlichung der Hinrichtungsmedikamente

Am 2. September hatte eine aus drei Richtern bestehende Kommission des Berufungsgerichtes für den achten Bezirk entschieden, dass die Bezugsquelle des benötigten Pentobarbitals veröffentlicht werden muß.

Missouris Offizielle haben um einen Aufschub gebeten, um eine erneute Anhörung vor der gleichen Kommission oder sogar dem Hauptberufungsgericht erwirken zu können.
Freitag wurde dann dem Antrag stattgegeben und der Aufschub gewährt.

Gefängnissprecher argumentieren ihren Antrag damit, dass die Medikamentenhersteller sichergestellt wissen möchten, dass ihr Name aus der Öffentlichkeit gehalten wird, ansonsten würden sie die Herstellung und Lieferungen einstellen. Somit wäre der Staat nicht mehr in der Lage, Hinrichtungen durchzuführen.

Die Angst der Hersteller, von Seiten der Todesstrafengegner Proteste und Gegenwind zu ernten, ist groß und so versuchen die Anwälte der betroffenen Pharmafirmen eine anonyme Bezeichnung - wie in diesem Fall M7 - zu erreichen.

Quelle:
http://www.kansascity.com/news/local/article100899607.html
(09.09.2016, Tony Rizzo)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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