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24.03.2016 | Missouri: Namen der Pharmaunternehmen müssen veröffentlicht werden

Missouris Gefängnisbehörde muß die Namen der Pharmaunternehmen veröffentlichen, die die nötigen Medikamente für die vergangenen Hinrichtungen lieferten, so entschied nun der Cole County Bezirksrichter John E. Beetem.

Die Gefängnisse in Missouri würden ihre Pflicht verletzen, wenn sie das Vorgehen hinsichtlich einer Todesstrafe und eines Todesurteils nicht veröffentlichen würden.
Zudem gelten die Pharmaunternehmen nicht als Teil des Hinrichtungsteams, welches anonym bleiben muß, so das Urteil.

Aus staatlicher Sicht wurden Bedenken geäußert, dass sich die Pharmaunternehmen nun schwertun werden, erneut Medikamente für diese Zwecke zu liefern.

Die letzen beiden Jahre kämpfte eine Gruppe von Medienvertretern - The Guardian, Kansas City Star, St. Louis Post-Dispatch und der Springfield News Leader - für das Recht der Informationsfreiheit. Die Bevölkerung solle wissen, wie die Todesstrafe gehandhabt wird.

Quellen und ausführliche Berichte:
http://www.stltoday.com/news/local/govt-and-politics/judge-missouri-prison-officials-must-release-execution-information/article_343f952d-f9fe-504f-b503-e43ea0b3c353.html
(23.03.2016, Kurt Erickson)

http://www.theguardian.com/us-news/2016/mar/22/missouri-pharmacies-execution-drugs-death-penalty-lawsuit
(22.03.2016, Ed Pilkington)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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