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10.06.2016 | National Hispanic Leadership Agenda: Aufruf zur Abschaffung der Todesstrafe

Die „National Hispanic Leadership Agenda“ (NHLA), eine große Vereinigung, die sich wiederum aus Gruppen bedeutender Amerikaner mit lateinamerikanischer Abstammung zusammensetzt, hat sich nun einer wachsenden Liste von Gruppen angeschlossen, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen. Latinos seien schließlich „direkt konfrontiert mit Ungerechtigkeiten“.

Das Justizsystem sei so gebrochen, dass die Rasse immer eine große Rolle spielen wird, wenn es darum geht, ob jemand zum Tode verurteilt wird oder nicht, so Juan Cartagena, Stellvertretender Vorsitzender der NHLA und Präsident der „LatinoJustice.“

Lesen Sie mehr über die Aktivitäten der NHLA auf ihrer Website!

Laut den Statistiken der US-Justizbehörde aus dem Jahr 2010 wird der Anteil der Latinos in Todestrakten immer größer. Mittlerweile sind 13,5% der Insassen lateinamerikanischer Abstammung, was einen Zuwachs von 2,5% zum Jahr 2000 bedeutet.
Eine Studie fand raus, dass Juroren immer häufiger für ein Todesurteil plädieren, wenn der Angeklagte arm und Latino sei.

Cartagena erwähnte ebenfalls, dass Angeklagte, deren Opfer weiß waren, häufiger zum Tode verurteilt würden als Täter, deren Opfer schwarz oder Latinos waren.
Von allen Hinrichtungen im Land seit 1976 waren mehr als 75% der Opfer weiß, während 6,8% Latinos und 15,4% schwarz waren.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
thinkprogress.org/justice/2016/06/09/3786475/latinos-death-penalty/a
(09.06.2016, Kira Lerner)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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