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14.07.2016 | Nebraska: Kirk Bloodsworth unterstützt Gegner der Todesstrafe

Die Initiative „Retain Just a Nebraska“, eine Gruppe, die sich gegen die Wiedereinführung der Todesstrafe in Nebraska einsetzt, konnte den ehemaligen Todestraktinsassen Kirk Bloodsworth für ihre Kampagne verpflichten.

Bloodsworth wurde für die Vergewaltigung und den Mord an der neunjährigen Dawn Hamilton zum Tode verurteilt. Das Berufungsgericht wandelte später aufgrund von Fehlern seitens der Staatsanwaltschaft sein Todesurteil in eine zweifache lebenslängliche Haftstrafe um.
1992 konnten erstmals DNA-Tests durchgeführt werden, die dann 1994 schlussendlich für Kirk Bloodsworth’ Entlastung sorgen konnten. Der damalige Gouverneur Donald Schaefer sprach Bloodsworth frei.

Lesen Sie hier mehr zu Kirk Bloodsworth' Fall!

Im November wird über die Zukunft der Todesstrafe in Nebraska entschieden. Beide Seiten werden bis dahin mit verschiedenen Werbemaßnahmen für ihre jeweiligen Kampagnen werden. (Wir berichteten!)

Der Medienstratege Ryan Horn ist der Ansicht, dass ein Mensch nicht aufgrund eines Fehlers seitens des Staates getötet werden dürfe: „Die Strafverfolgung, unser Strafjustizsystem wird von so vielen wundervollen Menschen betreut und ausgeführt, die ihr Bestes tun, und manchmal passieren auch da Fehler. Und wenn dort Fehler geschehen, kann der Staat nicht aufgrund dieser Fehler töten. Das dürfen wir nicht geschehen lassen.“
Es könne jeden treffen, denn auch Bloodsworth sei ein ehrenwerter Marine - Offizier gewesen, der nie zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei, so Horn.

Quelle:
nebraskaradionetwork.com/2016/07/12/anti-death-penalty-group-airing-ad-across-nebraska/
(12.07.2016, Mike Loizzo)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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