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22.05.2016 | Nevada: Bau der neuen Todeskammer wird fortgesetzt

Trotz der erheblichen Probleme bei der Beschaffung von Medikamenten für Hinrichtungen, setzt Nevada den 2015 beschlossenen Bau der neuen Todeskammer fort.

Vergangene Woche hat Amerikas größter Medikamentenhersteller Pfizer bekanntgegeben, zukünftig keine Medikamente für Hinrichtungszwecke mehr an Gefängnisse zu liefern (wir berichteten!). Pfizer war der letzte von 25 von der Food and Drug Agency (FDA) zugelassenen Lieferanten.

Dennoch rückt Nevada nicht davon ab, eine neue Todeskammer für künftige Hinrichtungen zu bauen. Rund 900 000 US-Dollar soll dieses Projekt kosten.
„Die Medikamentenproduktion kann sich jederzeit wieder ändern“, so eine Sprecherin der Gefängnisbehörde in Nevada. „Und wenn wir einen Hinrichtungsbefehl erhalten, soll er nicht daran scheitern, dass wir keine Räumlichkeiten zur Durchführung zur Verfügung haben.“

Im Jahr 2006 wurde in Nevada mit Daryl Mack die letzte Hinrichtung durchgeführt. Mack wurde zum Tode verurteilt, weil er 1988 Betty Jane May vergewaltigt und getötet hat.

Quelle:
http://www.reviewjournal.com/news/nevada/nevada-execution-chamber-construction-moving-forward-despite-drug-cutoff
(16.05.2016, Sean Whaley)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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