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06.02.2016 | Oklahoma: Nachdruck bei Suche nach Medikamentenlieferanten

Während aufgrund von erheblichen Problemen in der Beschaffung von Medikamenten für Hinrichtungen mittlerweile fünf geplante Hinrichtungen in der Schwebe hängen, legt Oklahomas Generalstaatsanwalt Scott Pruitt den Fokus auf die Durchsetzung des Beschaffungsrechts.

Im September letzten Jahres sollte Richard Glossip mit dem vorhanden „Drei-Medikamenten-Protokoll“ hingerichtet werden. In letzter Minute wurde allerdings festgestellt, dass eins der Medikamente falsch und nicht dem Protokoll entsprechend war.
Charles Warner war allerdings zuvor mit genau dieser fehlerhaften Mischung hingerichtet worden.
Ebenfalls problematisch war die Hinrichtung im April 2014 von Clayton Lockett, der sich 43 Minuten lang zu Tode quälte.

Zukünftig dürfe sowas nicht mehr passieren und Pruitt untersuche jetzt mit einer Jury, die sich aus verschiedenen Bezirken zusammensetzt, wie es zu diesem Fehler habe kommen können.
Pruitt ist der Ansicht, die Giftinjektion ist die humanste Form der Hinrichtung und stellt sich die Frage, wie der Staat in Zukunft am Effektivsten vorgehen kann.

Ein wichtiger Punkt in den Diskussionen ist auch die Tatsache, dass bisher die Namen der Lieferanten geheim gehalten werden.

Quelle:
newsok.com/article/5476357
(03.02.2016, The Oklahoman Editorial Board)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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