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12.10.2016 | Oklahoma: Oberster US-Gerichtshof zieht Todesurteil eines Insassen zurück

Vergangenen Dienstag kehrte der Oberste US-Gerichtshof das Todesurteil von Shaun Michael Bosse um, der für den Tod einer 25-jährigen Frau und deren beiden Kinder verantwortlich ist

Grund dafür war, so das Gericht, die Tatsache, dass der damalige Bezirksrichter einem Teil der Opferfamilien erlaubt habe, der Jury eine ihrer Meinung nach sinnvolle Bestrafung zu empfehlen. Die Angehörigen wollten die Todesstrafe, die Jury entsprach dem Wunsch.

Das Berufungsgericht in Oklahoma hatte letztes Jahr die Verurteilung wegen Mordes und auch das sich angeschlossene Todesurteil aufrechterhalten. Nun aber urteilte der Oberste Gerichtshof mit, dass er dem Einwand von Bosses Anwalt stattgegeben habe.

Der Fall wird nun zurück an das Berufungsgericht gehen, um dort zu entscheiden, ob Bosse erneut die Todesstrafe erhalten soll. Die Verurteilung wegen Mordes ist von der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofes nicht betroffen.

Der verhandelnde Staatsanwalt Greg Mashburn hofft darauf, dass das Urteil seitens des höchsten Gerichtes der USA zurückgenommen wird und Bosse somit erneut das Todesurteil ereilt.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://abcnews.go.com/US/wireStory/us-supreme-court-reverses-oklahoma-mans-death-penalty-42733129
(12.10.2016, Tim Talley)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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