zurück zur Übersicht

16.09.2016 | Philippinen: Präsident verfolgt weiterhin seine Pläne, die Todesstrafe wiedereinzuführen - Bevölkerung im Zwiespalt

Der philippinische Präsident hält weiter an seinen Plänen fest, die Todesstrafe wieder einzuführen. Eine Befragung der Bevölkerung zeigte, dass diese der Todesstrafe allgemein zwiegespalten gegenüber steht.

Der philippinische Präsident Duterte hält trotz enormer Kritik an seinen Anti-Drogenkampagnen an seinem Ziel fest, die Todesstrafe wieder einführen zu wollen und übte hierzu am letzten Wochenende Druck auf die eigene Regierung aus. Die Todesstrafe solle vor Allem als Abschreckung dienen und Angst bei potentiellen Gesetzesbrechern auslösen. Duterte möchte damit insbesondere den illegalen Drogenhandel bekämpfen. 

Vor dem Kongress beklagte er die fehlende Courage vorheriger Staatsoberhäupter, die es seiner Meinung nach versäumt hätten, die Todesstrafe vollständig wieder einzuführen (Anm.: Die Todesstrafe war in den Philippinen im Jahr 1986 bereits abgeschafft worden, danach jedoch für "besonders grausame" Kapitalverbrechen wiedereingeführt worden). Nach Ansicht Dutertes hätte diese die durch Drogen ausgehenden Bedrohungen bereits früher schon verhindern können.

Er forderte daher die Regierung auf, die Wiedereinführung der Todesstrafe gesetzlich auf den Weg zu bringen. Sie sei die Essenz des Strafrechts, so der philippinische Präsident während seines Appells an die eigene Regierung.

Einer kürzlich durchgeführten informalen Umfrage zufolge, steht die philippinische Allgemeinbevölkerung der Todesstrafe zwiegespalten gegenüber: Demnach befürworten 50 Prozent die Todesstrafe für besonders grausame Verbrechen während sich 48 Prozent klar gegen sie aussprechen. Zwei Prozent enthielten sich ihrer Meinung. 

Quelle und weitere Informationen:

"Congress pressed on death penalty", Philstar Global vom 13. September 2016.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht