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12.03.2016 | Saudi-Arabien: Hinrichtung Jugendlicher befürchtet

In Saudi-Arabien wird die Hinrichtung von drei Jugendlichen befürchtet. Sie hatten an einem öffentlichen Protest teilgenommen und wurden mit Anderen hierfür zum Tode verurteilt.

Die Menschenrechtsorganisation Reprieve befürchtet die Hinrichtung von drei Jugendlichen in Saudi-Arabien, nachdem die Regierung offiziell bekannt gab, vier Exekutionen vorzubereiten. Bei allen Personen handelt es sich um Verurteilte aufgrund der Teilnahme an Protesten. Da auch drei Jugendliche an den politischen Protesten teilgenommen und aus dem gleichem Grund zum Tode verurteilt worden waren, befürchtet die Menschenrechtsorganisation nun, dass diese unter den geplanten Exekutierten sein könnten.

Nach Aussagen der saudi-arabischen Regierung sollen die Exekutionen die Massenhinrichtung von 47 Menschen im Januar diesen Jahres "vervollständigen". Bereits im Januar wurde auch ein Jugendlicher mit hingerichtet. Bislang sind jedoch die Details über die Personen, denen die geplanten Hinrichtungen bevorstehen, noch unklar.

Die offizielle Nachricht über die erneuten Hinrichtungen traf kurz nach einem Treffen des Menschenrechtsgremiums der Vereinten Nationen ein. Hier hatte Bandar al Ali noch im Namen der saudi-arabischen Regierung behauptet, dass Menschenrechte in seinem Land verteidigt würden und auch Folter jeglicher Art - psychisch oder physisch - bekämpft würde. 

Weitere Informationen zur Todesstrafe in Saudi-Arabien finden Sie in unserem Länderbericht "Todesstrafe in Saudi-Arabien" sowie in dem Artikel von Reprieve: "Fears for juveniles as Saudi government threatens more executions"vom 11. März 2016. ccg

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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