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20.07.2016 | Saudi-Arabien: Wiederaufnahme der Exekutionen nach Beendigung des Ramadans

In Saudi-Arabien wurde letzten Sonntag die erste Exekution seit Beendigung des Fastenmonats bekanntgegeben. Am gestrigen Dienstag sollen zwei weitere Männer, ein Pakistaner sowie ein saudischer Staatsbürger hingerichtet worden sein.

Letzten Sonntag fand laut Aussagen des saudi-arabischen Innenministeriums die erste Hinrichtung seit Beendigung des islamischen Fastenmonats statt: Der saudische Staatsbürger Fahd al-Hasni wurde wegen angeblichen Mordes an einem Mitbürger in Mekka hingerichtet.

Ebenfalls bekanntgegeben wurden zwei weitere Hinrichtungen, die am gestrigen Dienstag durchgeführt wurden: Dabei handelte es sich um den wegen Heroinhandels verurteilten pakistanischen Staatsbürger Mohammed Mokhtar und den aufgrund von Mordes angeklagten saudischen Staatsbürger Ali Assir. Wie das saudische Innenministerium mitteilte, wurde Mokhtar in der östlich gelegenen Hafenstadt Dammam  und Assiri in der südwestlichen Region Asir hingerichtet.

Während des Fastenmonats Ramadan, der am 6. Juni begonnen hatte, waren keine Hinrichtungen in dem saudi-arabischen Königreich durchgeführt worden. Mit den erneuten Exekutionen dieser Woche wurden in Saudi-Arabien seit Beginn diesen Jahres 98 Menschen hingerichtet.

Hinrichtungen in Saudi-Arabien erfolgen in der Regel durch Enthauptung. Weitere Informationen zur Todesstrafe in Saudi-Arabien finden Sie in unserem Länderbericht "Die Todesstrafe in Saudi-Arabien".

Quellen:

"Saudi executes man convicted of murder in Mecca", PressTV vom 17. Juli 2016; "Pakistani citizen executed in Saudi Arabia as figure nears 100", ARY News vom 19. Juli 2016.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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