zurück zur Übersicht

03.03.2016 | South Carolina: Senatoren sprechen sich für Gas als weitere Alternative aus

Aufgrund der bestehenden Probleme, die nötigen Medikamente für eine Hinrichtung zu bekommen, sehen nun zwei Senatoren aus South Carolina eine weitere Alternative in der Verwendung von Gas.

Es soll keine Blausäure verwendet werden, so wie es in der Vergangenheit bei einigen verpfuschten Hinrichtungen in der Gaskammer der Fall war. Es soll Nitrogen verwendet werden, das - so die Theorie - dem Insassen zwar langsam den Sauerstoff entzieht, ihn aber nicht qualvoll ersticken läßt.

Der republikanische Senator Mike Fair hat sich mit dem demokratischen Senator Brad Hutto zusammengetan, um diesen Gesetzesentwurf zu entwickeln.
Fair möchte damit der Gefängnisbehörde eine gute Alternative zur Giftspritze bieten. Hutto unterstützt dieses, obwohl er eigentlich kein direkter Verfechter der Todesstrafe sei, die Opferfamilien aber verstehen könne, die sagen, nur so könnten weitere Straftaten durch einen gefährlichen Insassen verhindert werden.

Momentan haben die Insassen in South Carolina die Wahl zwischen Giftinjektion und dem Elektrischen Stuhl. Zum Elektrischen Stuhl könnten sie allerdings vom Staat aus nicht gezwungen werden.

2011 wurde in South Carolina die letzte Hinrichtung durchgeführt. Fair meinte, die Gefängnisbehörde könne frühestens Ende dieses Jahres Hinrichtungen durchführen; Hutto vermutet, dass es sogar mehrere Jahre dauern könnte.

http://www.greenvilleonline.com/story/news/2016/02/29/senators-proposing-gas-south-carolina-executions/81119192/
(29.02.2016, Tim Smith)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht