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07.10.2016 | Texas: Oberster US-Gerichtshof berät über den Fall Duane Buck

Das momentan achtköpfige Richtergremium des Obersten Gerichtshofes der Vereinigten Staaten hat am Mittwoch rund eine Stunde lang den Fall des im US-Bundesstaat Texas zum Tod verurteilten Duane Buck verhandelt und Argumente von Verteidigung und Ankläger angehört.

Der 53-Jährige ist zum Tod verurteilt, weil er 1995 seine Ex-Freundin und einen im selben Haus lebenden Mann erschossen hat. Dass er zum Tod und nicht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde, kann auf die Aussage eines Psychologen im ursprünglichen Prozess zurückgeführt werden, der erklärte, dass bei Duane Buck eine höhere Wahrscheinlichkeit bestünde rückfällig zu werden, weil er ein Schwarzer sei.

Der Verlauf der Anhörung zeigte, dass die Richter offenbar gewillt sind, im Interesse Bucks zu entscheiden. Unklar ist allerdings, ob sie ihm eine neue Strafzumessungsverhandlung zugestehen werden oder ob sie lediglich ein untergeordnetes Gericht anweisen werden, darüber zu urteilen. Die endgültige Entscheidung des Supreme Court wird für Juni erwartet.

Quelle:
http://www.reuters.com/article/us-usa-court-deathpenalty-idUSKCN125206
(05.10.2016, Laurence Hurley)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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