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11.02.2016 | Virginia: Erster Schritt zur Alternative „Elektrischer Stuhl“

Das Delegierten-Haus in Virginia stimmte dem Gesetzesentwurf zu, in dem der „Elektrische Stuhl“ als Alternative zur Giftinjektion stehen soll, wenn nicht genügend Medikamente zur Verfügung stehen.

Jackson Miller, der das Gesetz entworfen hat, hielt am Mittwoch eine starke Rede, in der er die grausamen Morde von Ricky Gray an der Harvey Familie noch einmal deutlich schilderte.

Bisher war es den Insassen erlaubt, zwischen der Giftinjektion und dem „Elektrischen Stuhl“ zu wählen, was zuletzt 2013 mit der Hinrichtung von Robert Gleason Jr. geschehen ist.
Sollte der Gesetzesentwurf (House Bill 815) nun auch im Senat auf Zustimmung treffen, könnte der Staat zukünftig bei Mangel an Medikamenten die Alternative der Elektrokution wählen.

Warum allerdings Virginias Offizielle angeben, es gäbe momentan nicht genügend Medikamente, um Gray hinzurichten, ist unklar. Zwei Dosen Pentobarbital wurden letztes Jahr vom Bundesstaat Texas bezogen und nur eine wurde bisher bei der letzten Hinrichtung verbraucht. Erklärungen dazu wollten die Sprecher nicht abgeben.

Sollte das Gesetz in Kraft treten, wird das allerdings nicht die Hinrichtung von Ricky Harvey betreffen, könnte sie aber verschieben.

Quelle:
http://abcnews.go.com/US/wireStory/virginia-house-oks-electric-chair-backup-executions-36838891
(10.02.2016, Alanna Durkin Richer)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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