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07.11.2017 | Ägypten: Todesurteil für britische Touristin wegen der Mitnahme von Schmerzmittel befürchtet

In Ägypten ist eine britische Touristin, die mit Schmerzmitteln im Gepäck das Land bereiste, am Flughafen festgenommen und inhaftiert worden. Befürchtet wird ein mögliches Todesurteil.

Die britische Staatsbürgerin Laura Plummer war am 9. Oktober wegen der Mitnahme von Tramadol und Naproxen auf dem Flughafen bei ihrer Einreise nach Ägypten festgenommen und inhaftiert worden. Die beiden Schmerzmittel waren für ihren ägyptischen Ehemann bestimmt, den sie zweimal jährlich besucht.

Die 33-jährige hatte bei ihrer Festnahme ein 38-seitiges Statement unterzeichnet und war davon ausgegangen, dass sie im Anschluss den Flughafen wieder verlassen könnte. Seit der Festnahme am 9. Oktober befindet sie sich jedoch in Gefangenschaft mit 25 anderen Frauen und ist den Worten ihrer Familie nach, die sie bereits besuchte, in einem desolaten Zustand.

Nach Aussagen ihres Bruders, wurde der Familie mitgeteilt, dass die festgenommene Touristin mit einer Freihheitsstrafe von bis zu 25 Jahren zu rechnen hat, ein Anwalt zog auch ein mögliches Todesurteil in Erwägung.

In Ägypten stehen neben tödlichen Delikten wie Mord auch nicht-tödliche Verbrechen wie Drogenhandel unter der Todesstrafe. Im Jahr 2016 sollen Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge mindestens 44 Menschen hingerichtet worden sind. 

Quelle und weitere Informationen:

"British tourist 'faces death penalty in Egypt' for carrying painkillers", The Independent vom 4. November 2017. 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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