zurück zur Übersicht

04.12.2017 | Afghanistan: Fünf Hinrichtungen in Kabul nach 18 Monaten hinrichtungsfreier Zeit

Am vergangenen Mittwoch wurden in Afghanistan nach eineinhalb Jahren erstmals wieder Todesurteile vollstreckt und fünf Mitglieder einer kriminellen Gruppe in der Hauptstadt Kabul hingerichtet.

Die Exekutionen der fünf Männer fanden im Zentralgefängnis Pul-e-Charkhi statt, nachdem drei Berufungsgerichte wie auch Präsident Ashraf Ghani die Todesurteile der fünf wegen Mordes und Entführung Angeklagter bestätigt hatten.

Unter den fünf Männern soll sich nach Angaben des Sprechers des afghanischen Innenministeriums auch Askar Anwari, ein ehemaliger Abgeordneter der Provinzregierung von Herat befunden haben. Die Männer sollen neben anderen illegalen Aktivitäten an der Entführung und Mord des stellvertretenden Vorsitzenden eines Bauunternehmens beteiligt gewesen sein.

Hinrichtungen in Afghanistan werden in der Regel durch Erschießungskommando oder durch den Strang vollstreckt. Die fünf Hinrichtungen waren die ersten offiziell bekanntgegebenen Exekutionen nach 18 Monaten hinrichtungsfreier Zeit, obwohl die afghanische Regierung wenig über Todesurteile und Hinrichtungen öffentlich bekannt gibt. Mehr Informationen hierzu finden Sie auch in dem Kurzbericht "Die Todesstrafe in Afghanistan" auf unserer Webseite.

Quelle und weitere Informationen:

"Afghanistan executes 5 criminals involved in kidnapping, murder in Herat", Death Penalty News vom 2. Dezember 2017; "Afghanistan vollstreckt Todesurteile", Neues Deutschland vom 30. November 2017. 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht