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22.01.2017 | Arkansas: Keine Bemühungen um neue Hinrichtungsmedikamente

Der Sprecher der Justizbehörde Solomon Graves sagte am Freitag, dass sie aktuell nicht vorhaben, neue Medikamente für Hinrichtungszwecke zu beschaffen.

Anfang des Monats ist das Mindesthaltbarkeitsdatum des dritten Medikaments, Kaliumchlorid, das in einer Hinrichtung zuletzt zum Einsatz kommt, abgelaufen. Bislang ist nichts nachgeordert worden und laut des Sprechers sei das im Augenblick auch kein Thema.

Grave spezifizierte laut E-Mails aus dem vergangenen Herbst die Aussagen zu den Mindesthaltbarkeitsdaten der verschiedenen vorrätigen Hinrichtungsmedikamenten. Midazolam, das als erstes Medikament injiziert wird, um den Häftling in Bewußtlosigkeit zu versetzen, laufe im April dieses Jahres ab und das zweite Medikament, Vecuronium Bromid, im März 2018.

Seit 2005 wurde in Arkansas aufgrund von verschiedenen Berufungen und Klagen seitens der Insassen wie auch aufgrund von Beschaffungsschwierigkeiten der nötigen Medikamente kein Häftling mehr hingerichtet. Aktuell sitzen 34 Männer im Todestrakt von Arkansas.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.arkansasonline.com/news/2017/jan/21/state-no-hunt-for-lethal-drug-20170121-1/
(21.01.2017, John Moritz)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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