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19.09.2017 | Arkansas: Todeskandidat will angesetzten Aufschub aufheben

Don Davis’ Hinrichtung wurde im April aufgeschoben. Diesen Aufschub würde er nun gern aufheben, doch der Oberste Gerichtshof verweigert ihm diese Möglichkeit.

Der 59-Jährige wollte sein Anwaltsteam entlassen und reichte in den vergangenen zwei Monate verschiedene handgeschriebene Anträge ein, die seinen aktuell bestehende Aufschub auflösen sollen. Rationale Gründe für sein Handeln nannte er nicht.
Parallel dazu reichten seine Pflichtverteidiger Anträge ein, die dazu führen sollen, Davis’ Anträge zu ignorieren und ausschließlich die eigenen anzuerkennen.

Der Staatsanwalt unterstellt eine rauszögernde Taktik und das Gericht lehnte Don Davis’ Antrag schlichtweg ab, ohne weitere Begründung.
Einer der Anwälte, Scott Braden, antwortete auf die Frage, ob Davis sterben wolle, dass er dies im April ganz sicher nicht wollte. Er selbst habe aber noch nicht mit seinem Mandanten über die aktuelle Lage gesprochen.

Vor rund fünf Monaten waren acht Hinrichtungen innerhalb weniger Tage geplant. Der Grund dafür war das ablaufenden Mindesthaltbarkeitsdatum des zum Einsatz kommenden Medikamentes. Vier der geplanten Hinrichtungen konnten verhindert werden, während die anderen vier ausgeführt wurden.

Informationen zur ersten Doppelhinrichtung erhalten Sie hier!

Seit 1992 sitzt Davis in einer Einzelzelle des Todestraktes in Arkansas. Er erschoss damals Jane Daniel (62), nachdem er sie ausgeraubt hatte.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://m.arkansasonline.com/news/2017/sep/15/inmate-s-bid-to-drop-execution-stay-den/
(15.09.2017, John Moritz)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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