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10.12.2017 | Florida: Aramis Ayala strebt Todesstrafe in einem Mordfall an

Orange-Osceolas Staatsanwältin Aramis Ayala wird gegen den 37-jährigen Jimmy Gary Merritt, der seinen Nachbarn und einen weiteren Mann getötet hat, das Todesurteil anstreben, das hatte ihr Gremium entschieden.

Diese Entscheidung kam nur zwei Tage nachdem Gouverneur Scott einen Brief an Ayala versendet hatte, in dem sie Stellung zu einem Fall nehmen solle, bei dem sie die Frist für ein Todesurteil habe verstreichen lassen. Emerita Mapp hatte ihren Mann im April erstochen und war für die Todesstrafe in Frage gekommen.
Ayala warf aber dem Gouverneur vor, Schuld zu sein, indem er ihr rund 30 Fälle abnahm, weil sie sich kurz nach Amtsantritt dahingehend äußerte, künftig keine Todesstrafe anstreben zu wollen.

Es endete in einem Gerichtsprozess, den Ayala verlor. Daraufhin richtete sie ein eigens für die in Frage kommenden Todesurteile ein Gremium ein, das sich die Fälle noch mal genau anschauen und dann darüber entscheiden soll, ob ein Todesurteil tatsächlich möglich ist.

Merritt erschoss Benny Hallmark, der schließlich tot in einem Lehnsessel seines Zuhauses gefunden wurde.
Während der Ermittlungen gestand Merritt einen weiteren Mord. Billy Wayne Deaton hatter er mit einem Hammer erschlagen und anschließend im Hinterhof verbrannt.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.orlandosentinel.com/news/breaking-news/os-ayala-death-penalty-merritt-20171206-story.html
(06.12.2017, David Harris)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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