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02.09.2017 | Florida: Staatsanwältin Aramis Ayala wird künftig Todesurteile fordern, sofern einstimmig dafür plädiert wird

Staatsanwältin Aramis Ayala, die sich zuvor geweigert hatte, Todesurteile zu fordern, und der darauf hin von Floridas Gouverneur Rick Scott Todesstrafenprozesse entzogen wurden, willigte nun ein, Todesurteile anzustreben, wenn die ihr assistierenden Staatsanwälte einstimmig hierfür plädieren.

Die Staatsanwältin gab ihre Stellungnahme einen Tag, nachdem Floridas Höchstes Gericht entschieden hatte, dass der Gouverneur das Recht habe, ihr Todesstrafenprozesse zu entziehen, sollte sie sich der Möglichkeit von Todesurteilen grundsätzlich verweigern, bekannt. Im Zuge dessen willigte Aramis Ayala ein, dass sie die Entscheidung des Höchsten Gerichts befolgen und in Zukunft Todesurteile fordern werde, sofern sich alle sieben der assistierenden Staatsanwälte einstimmig für ein derartiges Urteil aussprechen. 

Der republikanische Gouverneur Rick Scott hatte der Staatsanwältin aufgrund ihrer grundsätzlichen Einstellung, keine Todesurteile anstreben zu wollen, mehrere Prozesse, in denen es um Mord geht, entziehen wollen und wollte ihr weiterhin keine Todesstrafenprozesse mehr übertragen. Die Staatsanwältin wehrte sich gegen diese Entscheidung, woraufhin der Konflikt vor das Höchste Gericht Floridas getragen wurde.

Quelle und weitere Informationen:

"http://www.tampabay.com/news/politics/stateroundup/florida-prosecutor-repeats-that-shell-seek-death-penalty/2335992Florida prosecutor Aramis Ayala repeats that she'll seek death penalty", Tampa Bay Times vom 1. September 2017. 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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